Wolf und Hund ähneln sich vom Verdauungstrakt her immer noch zu 98%, das bedeutet, dass
der Hund noch das
gleiche Futter benötigt wie der Wolf, nämlich zu 80% Fleisch!
Für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes spielt die Fütterung eine zentrale
Rolle. Sie als Hundehalter sollten
deshalb höchste Ansprüche an die Qualität des Hundefutters stellen. Sofern Sie das Futter
für Ihren Hund nicht selbst zubereiten,
was Sie bei ausreichender Erfahrung tun sollten, oder zu den sog.
BARFern (BARF - "Biologisches
Artgerechtes Rohes Futter")
gehören, ist es völlig legitim, sich für Fertigfutter zu entscheiden. Hierbei gilt es
zunächst, sich durch eine Fülle von Anbietern
der Futtermittelindustrie zu kämpfen und Sie werden erkennen, dass der Markt leider von
Masse statt Klasse beherrscht wird.
Bevorzugen Sie deshalb hochwertige Rohstoffe!!! Aus sämtliche synthetische Substanzen
(Vitamine, Farb- und Konservierungsstoffe)
sollte unbedingt verzichtet werden.
Die nachstehende Empfehlung soll Ihnen die Auswahl erleichtern.
Achten Sie besonders auf die Tabellenwerte des jeweiligen Futterherstellers.
Meine Empfehlung lautet wie folgt:
1. hoher Fleischanteil mit einem Proteingehalt von 80%
2. keine synthetischen Zusatzstoffe
3. keine Konservierungsstoffe und Antioxidantien
4. keine synthetischen Vitamine
5. Gehalt an Rohprotein 22%-24%, Welpen 27%
6. Rohfettanteil 10%-14%
7. Rohaschegehalt nicht über 5%
8. Calciumanteil unter 1%
Für Hundehalter aus dem Kreis Neuss, hier eine
TOP-Adresse:
Metzgerei für Hundefrischfutter und getrocknetes
Fleischfutter
DIETER MEIRITZ, Fa. MEIRITZ, Nixhütterweg
112
41466 Neuss-Selikum, Tel. 02131/463934
Öffnungszeiten: Di.+Mi. 10:00 bis 16:00, Do.+Fr. 10:00 bis
18:00, Sa. 10:00 bis 14:00 Uhr
Die Gesundheit Ihres Hundes sollte es Ihnen wert sein, sich um Frischfutterfütterung zu
bemühen,
es ist nicht kompliziert und keineswegs teurer als die Fütterung mit Fertigfutter.
Entsprechende Bezugsquellen gibt es sicher auch in IHRER Nähe.
Seniorfutter: Ratsam oder eine Modeerscheinung?
Weniger die Anzahl der Hundejahre sondern eher die Verfassung des Hundes ist
ausschlaggebend, ob es sich um einen
Senior handelt. Nachlassende Mobilität und Aktivität, altersbedingte Bewegungs- und
Verdauungsstörungen,
nachlassende Herz-Kreislauffunktion etc., damit einher geht eine schlechtere
Stoffwechselfunktion,
Leber, Nieren und die Verdauungsorgane lassen in ihrer Funktionstüchtigkeit nach.Sowohl die
Futteraufnahmefähigkeit,
die gesamte Verdauung bis hin zur Nährstoffausscheidung kann sehr verlangsamt sein. Eine
individuelle Beurteilung obliegt
dem Hundehalter evtl in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt. "Seniorfutter" ist entbehrlich, einzig die Qualität und Zusammensetzung
des Futters ist von Bedeutung,
auf Folgendes ist zu achten:
- Durch das Nachlassen der Stoffwechselorgane braucht der ältere Hund hochwertiges
tierisches Eiweiß
reich an den Aminosäuren Lysin und Methionin.
- Der Rohaschegehalt sollte weniger als 4 % betragen.
- Bei allen Hunden wirken sich früher oder später synthetische und chemische
Zusätze negativ auf die Gesundheit aus.
Mehr noch beim älteren oder alten Hund, da diese Stoffe vom Organismus
noch schwerer abgebaut werden.
- Bei der gesunden Ernährung des älteren Hundes müssen Kohlehydrate, Gemüse und Früchte
von hohe Qualität sein.
- Sehr alten Hunden, die Zahnprobleme haben oder nur noch wenig Nahrung aufnehmen, sollte ein
Brei aus gekochtem Reis,
püriertem Fleisch und Gemüse gefüttert werden.
- Je nach Futterverwertung, Gesundheit und Bewegung muss die tägliche Futterportion
individuell angepasst werden.