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Hundeerziehung heute ist geprägt von diversen Schlagworten wie: Unterordung, Dominanz,
Alpha-Position etc., und den Hund bei allem, bloß nicht bestrafen. Wenn gar nichts mehr
hilft, dann wäre da ja noch der Hundepsychologe. Das ein Hund Regeln und Grenzen braucht,
steht völlig außer Frage, diese jedoch mit übertriebenen Rangordnungsmaßnahmen durchsetzen
zu wollen, führt zwangsläufig zu Missverständnissen und einem problematischen
Miteinander.
Die Basis für eine gute Mensch-Hund-Beziehung ist die Kenntnis des Menschen
über die Verhaltensweisen der Hunde.
Parallelen zwischen freilebenden Wölfen und dem Alltag in einer Mensch-Hund Familie
lassen sich nur sehr bedingt herstellen. Wir sind keine Hunde und kommunizieren auch nicht
mit ihnen in der Weise, wie Hunde es untereinander tun.Was wir allerdings vom freilebenden
Wolfsrudel lernen können, ist der Familienverband als "Lebensmodell". Das Familienleben
spielt sich dort eher friedlich und wenig spektakulär ab. In einem Wolfsrudel führen die
Elterntiere durch Souveränität und nicht durch Agression. Ausschlaggebend ist
also zunächst, eine vertrauensvolle Beziehung zu unserem Hund aufzubauen, aus
der sich dann eine enge Bindung ergibt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass es dazu
nicht dienlich ist, zur eigenen Bestärkung, dem Hund das Futter wegzunehmen, der Hund lernt
dadurch eher, dass er Ihnen nicht vertrauen kann.
Vertrauen und Positives Training, darauf basiert meine
Art der Hundeerziehung.
Für Verhalten, das erlernt werden soll, wird eine Situation geschaffen, in der der Hund
das zu erlernende Verhalten scheinbar zufällig ausführt, zeitgleich wird der zugeordnete
Befehl ausgesprochen und der Hund belohnt.
Belohnung kann zum Beispiel in Form von Leckerbissen, Lob, Streicheleinheiten oder
Spielen ausfallen, je nach Vorliebe des jeweiligen Hundes.
Ähnlich wird vorgegangen bei unerwünschten Verhaltensweisen des Hundes.
Unerwünschtes Verhalten wird zunächst provoziert, der Hund schon im Ansatz erschreckt,
durch scharf gesprochens "Pfui", Werfen eines scheppernden Gegenstandes usw..
Schmerzeinwirkung ist nicht nötig. Brüllen auch nicht, der Hund hört 12 mal so gut wie der
Mensch. Schreck ist als heftige und unangenehme Wirkung ausreichend.
Zur Hundeerziehung braucht der Mensch Ruhe, Geduld, Konsequenz und eine schnelle
Reaktion, innerhalb von ein bis drei Sekunden, da der Hund sonst keine Verbindung zwischen
seiner Aktion und Ihrer Reaktion herstellen kann.
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